Roxana Constantinescu

Alt

Was Roxana Constantinescu zu einer solch attraktiven Künstlerin macht, ist nicht nur die Komplexität ihres musikalischen wie darstellerischen Könnens, sondern auch ihre Fähigkeit, an unterschiedliche Stilrichtungen mit derselben Schönheit, Aufrichtigkeit und demselben Einsatz heranzugehen.

In Bukarest geboren, sammelte die Künstlerin bereits im Alter von fünf Jahren erste Gesangserfahrungen im Kinderchor des Rumänischen Rundfunks. Ihren ersten Erfolg als Solistin erzielte sie im Jahre 1989 in Italien, wo sie den Preis „Zecchino d’Argento“ gewann. Zu dieser Zeit setzte sie ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule George Enescu und später an der George Enescu Hochschule fort, wo sie sich auf Schlagwerk und Klavier spezialisierte. Gleichermassen pflegte und trainierte sie jedoch stets ihre eigentliche Leidenschaft – das Singen, eine Leidenschaft, die schliesslich doch die Überhand gewann, als sie an der Musikuniversität ihrer Heimatstadt das Gesangsstudium bei Maria Slatinaru begann. In 2003 erhielt sie ein Erasmus Stipendium für die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, und im Anschluss ein DAAD Stipendium für ein Aufbau-Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Edith Wiens.

Roxana Constantinescu ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, wie zum Beispiel der „Mihail Jora“ und „Ionel Perlea“ Wettbwerbe in Rumänien, „Tito Schipa“ in Italien, „Concours de Chant Verviers“ in Belgien oder des „Helga und Paul Hohen“ Wettbewerbs in Deutschland. Es war jedoch der Sieg im renommierten ARD Wettbewerb in München, mit dem ihre internationale Karriere begann.

Die Künstlerin wurde sofort im Anschluss an ihr Master Studium in München an die Wiener Staatsoper engagiert, wo sie von 2007 bis 2010 als Ensemblemitglied in zahlreichen Partien zu hören war. Zu ihren wichtigsten Debüts in jener Zeit zählte die Partie des Cherubino unter der musikalischen Leitung von Seiji Ozawa auf einer Asientournee der Wiener Staatsoper, gefolgt von Rollendebüts als Zerlina, Nicklausse, Siébel, Stéphano, und Auftritten in bereits erprobten Partien wie Rosina, Lola undFjodor. In ihrer Zeit als Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper hatte Roxana Constantinescu das Glück, mit zahlreichen renommierten Dirigenten wie Marco Armiliato, Bertrand de Billy, Paolo Carignani, Adam Fischer, Peter Schneider, Franz Welser-Möst, Graeme Jenkins, Daniel Ettinger, Kirill Petrenko, Claude Schnitzler, Ulf Schirmer und Sebastian Weigle zu arbeiten.

Zu den Höhepunkten ihrer Saison 2010-2011 zählten die Titelpartie in La Cenerentola an der Minnesota Opera, ihr Rollendebüt als Donna Elvira/Don Giovanni an der Wiener Staatsoper, ihr Debüt an der Dallas Opera als Stéphano/Roméo et Juliette, sowie die Partien der Fatime/Oberon und Dorabella/Cosi fan tutte am Théâtre du Capitole in Toulouse.

Die Spielzeit 2011-2012 begann mit dem vielgepriesenen Debüt von Frau Constantinescu an der Los Angeles Opera in der Rolle der Despina/Cosi fan tutte, gefolgt von einer erfolgreichen Konzerttournee durch China gemeinsam mit Helmuth Rilling und der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Weitere Highlights dieser Spielzeit waren ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin als Rosina, ihr Rollendebüt als Charlotte in einer Neuproduktion von Werther an der Minnesota Opera, eine Konzerttournee durch Südamerika sowie ihr Debüt am Theater an der Wien in einer Neuproduktion von Les Contes d’Hoffmann als Nicklausse/La Muse.

Auch im Lied und Oratoriengesang ist Roxana Constantinescu äusserst aktiv und gefragt. In ihrer kontinuierlicher Zusammenarbeit mit Helmuth Rilling brachte sie nicht nur Werke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven und Mendelssohn weltweit zur Aufführung, sondern präsentierte auch unter seiner musikalischen Leitung die Uraufführung von Sven David Sandströms MESSIAH beim Oregon Bach Festival im Juli 2009, gefolgt von einer CD Aufnahme. In 2009 absolvierte sie weiters ihre erfolgreichen Konzertdebüts in der Carnegie Hall und in der Chicago Symphony Hall, letzteres mit Strawinskys PULCINELLA mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez. Die darauffolgende CD Einspielung wurde 2011 in der Kategorie „Beste Orchesterdarbietung“ für einen Grammy nominiert.

Im Konzertbereich konnte die Mezzosopranistin zahlreiche unvergessliche musikalische Momente mit Orchestern wie dem Bayerische Rundfunkorchester, dem Toronto Symphony Orchestra, dem Münchener Kammerorchester, den Stuttgarter Philharmonikern, dem National Arts Center Orchestra-Ottawa, dem Seattle Symphony Orchestra, dem Radiosymphonieorchester Saarbrücken, der Wiener Hofmusikkapelle und dem Radiosymphonieorchester Stuttgart erleben. Zusammenarbeiten ergaben sich in diesem Bereich mit renommierten Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Christoph Poppen, Gerd Albrecht, Enoch zu Guttenberg, Manfred Honeck, Gustav Kuhn und Yannick Nézet Séguin, um nur einige zu nennen.

Ihre Leidenschaft für den Liedgesang stellte Roxana Constantinescu bereits in den bekanntesten Konzertsälen der Welt unter Beweis – so zum Beispiel in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, im Wiener Musikverein, im Goethe Haus in Weimar und in Städten wie Bukarest, Frankfurt, Paris, Brüssel oder Washington DC.
Roxana Constantinescu hat bereits an zahlreichen Aufnahmen bei Hänssler Classic, OEHMS Classics, SWR, CSO Resound, Artmode Records, Weltbild und Carus Verlag mitgewirkt und ist bei verschiedenen Festivals wie dem Oregon Bach Festival, Toronto Music Festival, Toronto Bach Festival, Musikfest Stuttgart, dem Internationalen Bodenseefestival und dem Festival „Carinthischer Sommer“ ein gerngesehener Gast.