Florian Trübsbach Altsaxophon
Khasar Ganbataar Baritonsaxophon
Henning Sieverts Kontrabass
Pablo Struff Klavier
Die Musik von Johann Sebastian Bach begleitet Henning Sieverts seit früher Kindheit, in Kirchenkonzerten, Kantaten und Passionen, vor allem aber in den Suiten für Violoncello Solo. Sieverts ist natürlich nicht der erste Jazzmusiker, der sich mit Bach beschäftigt, aber er geht einen neuen, sehr persönlichen Weg. Während z.B. Jacques Loussier mit „Play Bach“ die barocken Originalwerke mit einem swingenden Beat verjazzte, lässt Henning Sieverts in erster Linie Bach´s Namen erklingen, also das viertönige „B-A-C-H“-Motiv - in allen möglichen Gestaltungsformen: mal als Melodie, mal als Bass-Linie oder Akkordfarbe. Dieses B-A-C-H-Motiv kann man innerhalb der Oktave zweimal transponieren: zu den Tönen D-Cis-E-Dis oder Fis-F-Gis-G. Aus diesen drei Vierton-Motiven entstehen spannende Zwölf-Ton-Reihen!
Über B-A-C-H hinaus verbeugt sich Henning Sieverts vor einigen Bachschen Meisterwerken (z.B. die „Sarabande“ aus der fünften Cello-Suite in c Moll oder die „Area“ aus den „Goldberg-Variationen“). Es geht Sieverts nicht darum, Bach 1:1 in Jazz zu übertragen, eher darum, die „Stimmung“ von Bach´s Musik in seine eigene zu überführen – die Klarheit, den Schwung, die Strukturiertheit, aber auch die Strenge – und hinter allem leuchtet pure Schönheit hervor!