So, 27.11.2016 | 20:00 Uhr
Video (YouTube)
Philharmonie im Gasteig München

Große Oper – Belcanto di Napoli

Barockstar Simone Kermes
Kritik

Die beiden Barock-Diven Cecilia Bartoli und Simone Kermes gleichzeitig an einem Abend  – Rührung, Rausch, Wahnsinn

Abendzeitung 29.11.2016 (pdf-Download)

.... Bei Simone Kermes ist das alles nicht aufgesetzt, sondern natürlicher Impuls, was das Publikum auch sofort für sie einnimmt. Simone Kermes ist eine liebevolle Dompteuse!
Technisch ist die ohnehin unschlagbar, wie in der 15-minütigen „Nachtigall“-Arie aus Pergolesis Oper „Adriano in Sira“: improvisiertes Anträllern am Beginn vieler musikalischer Phrasen, ein müheloses Hochschrauben, dabei noch über die Partitur nach Oben hinausgehend, elegische Sanftheit des Vogels im Käfig, der dann aber extrem leidenschaftlich aufglühend und wild sein kann, wenn er an seine Liebe denkt. Das alles macht die Kermes so plastisch, dass das Publikum über zweieinhalb Stunden hüstelfrei gebannt bleibt.
... Bei Simone Kermes sind Ausflüge in die Populärkultur nie Mätzchen, sondern ernstes Gefühl und auch hier: hohe Kunst.  

„Große Oper – Belcanto di Napoli“ – 27. November 2016

 www.mittelloge.de Dezember 2016 (pdf-Download)

.... Von Nicola Antonio Porpora, Domenico Gallo, Riccardo Broschi, Giovanni Battista Pergolesi und dem Deutschitaliener Johann Adolf Hasse hörte man nahezu unbekanntes Schönes, dem sich besonders die Koloratursopranistin Simone Kermes mit ausgefeilten piani, kaum zu übertreffenden Koloroturen und -Höhen immer wieder vorstellt und damit die Barockoper aus ihrem Dornröschen-Schlaf erweckt. Dazu kleidet sie sich mit einer Mischung aus Modernem und Zeitgerechtem und verschafft sich schon aus diesem Grunde nicht nur stimmlich die Gunst des Publikums. Ein Abend mit ihrer liebenswürdigen und doch bizarren Erscheinung und großen Gesangskunst wird zu einem immerwährendem Genuss. ...

Hitzewallungen mit Simone Kermes als barocker Helene Fischer

Münchner Merkur 29.11.2016 (pdf-Download)

... doch in den langsamen, zum Teil unbekannten Arien von Broschi, Pergolsei und Porpora blühte das Talent dieser Sängerin auf, sei es mit famosen Messa di voce auf einem Ton, der wie aus dem Nichts beginnt und wieder dorthin entgleitet, sei es mit Verziehrungen in höchsten Lagen und auf halber Stimme, sei es mit scheinbar unendlichem Atem und Legato-Kultur. Das Ensemble La Magnifica comunictà unter dem auch solistisch furios hervortretenden Enrico Casazza legte der Kermes dabei einen fein gewobenen Klangteppich – auch noch bis tief in die Nacht ...

Simone Kermes am Gipfel des Barock

Abendzeitung 26.11.2016 (pdf-Download)

Furien dürfen wüten, Helden toben, aber eben auch innig lieben oder schmachten: In der Blütezeit der Barockoper in Italien entstanden fantastische Gefühlsarien.
Simone Kermes singt uns Koloraturarien und Elegien von Porpora, Pergolesi, Händel und Hasse sowie Vivaldi. Begleitet wird sie vom italienischen Barockorchester La magnifica comunità. Alles zusammen sehr stimmig und vor allem ganz große Oper!

CD-Tipp Große Oper - Belcanto die Napoli Simone Kermes

Süddeutsche Zeitung, SZ Extra 24.11.2016 (pdf-Download)

Simone Kermes barockt München am Sonntag - Interview: Hollywood und höchste Kunst

Abendzeitung 23.11.2016 (pdf-Download)

Programm

Porpora „Vedrà turbato il mare“ aus „Mitridate“ | „Alto giove“ aus „Polifemo“ | „Empi se mai disciolgo“ aus „Germanico in Germania“
Vivaldi „Gelido in ogni vena“ aus „Il Farnace“ RV 71 | „Dite, oime“ aus „La fida ninfa“ RV 714
Pergolesi „Tu me da me dividi“ aus „L‘Olimpiade“ RV 725
Hasse „Come nave in mezzo all’onde“ aus „Viriate“