Sa, 19.03.2016 | 19:00 Uhr
Philharmonie im Gasteig München

Bach Johannes-Passion

Kritik

Leidenschaftliche Dramatik - Bachs Johannespassion in der Philharmonie
Süddeutsche Zeitung 21.03.2016 (pdf-Download)

Spätestens wenn Petrus, nachdem er den Herrn verleugnet hat, seine Verzweiflungsarie anstimmt: "Ach, mein Sinn, wo willst du endlich hin" könnte man sinnieren darüber, welcher Operndramatiker uns an Bach verloren gegangen ist. Denn das Klischee vom rationalen Fugenkonstrukteur und dem Pietisten der Kirchenmusik, das manche Pianisten der Nähmaschinen-Virtuosität pflegen, wird in der Johannespassion widerlegt. Bei Bach gibt es nicht weniger Affekt- und Emotionalpotenzial wie kontrapunktische Ratio, obwohl Hansjörg Albrecht in der Philharmonie den dramatischen Duktus erst nach und nach und ganz und gar nicht im Eingangssatz zuließ. ...

Es gab aber noch eine andere Dramatik, die wie ein zweiter Basso continuo die Aufführung begleitete: sie war auch ein Gedenkkonzert für den letzte Woche verstorbenen Johann Georg Prinz von Hohenzollern. Der musische Edelmann hatte die Musik geliebt, die Künste gefördert und mit seinem mäzenatischen Eros das Münchner Musikleben mitgestaltet. Jetzt nahm die 1986 von ihm mitbegründete Konzertgesellschaft München im Zeichen von Bachs Passion Abschied von ihm.

Keine Experimente? Doch! - Gedenken, Gottesdienst im Konzert: Der Münchener Bach-Chor mit der unter Hansjörg Albrecht mit Bachs Johannespassion
Abendzeitung 21.03.2016 (pdf-Download)

Christi Einsamkeit - Münchener Bach-Chor mit der Johannes-Passion
Münchner Merkur 21.03.2016 (pdf-Download)

 

 

 

Programm

Johann Sebastian Bach Johannes-Passion BWV 245 (Aufführung ohne Pause, Ende ca. 21.00 Uhr)