Mo, 14.11.2016 | 20:00 Uhr
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Allerheiligen-Hofkirche der Residenz

casalQuartett

auf historischen Instrumenten
Kritik

Silbriger Klang - Das Casal Quartett in der Allerheiligen-Hofkirche

Süddeutsche Zeitung 16.11.2016 (pdf-Download)

Seine Instrumente galten im 18. Jahrhundert wegen ihres Silbertons als die besten. Noch 1775 wurde in London das Zehnfache einer "Stradivari" für eine Geige von Jakob Stainer, 1619 in Absam geboren und dort 1683 geistig umnachtet gestorben, gezahlt. Das Schweizer Casal Quartett (Felix Froschhammer, Rachel Rosina Späth, Violinen; Markus Fleck, Viola; Andreas Fleck, Violoncello) hat das Glück, auf Stainer-Instrumenten des Musikkollegiums Winterthur spielen zu können.

Es hat einige Jahre gedauert, bis die Musiker zu Rande kamen mit dem, was barocke Stimmung, Intonation auf Darmsaiten und anderes mehr betrifft. Das Resultat ist ein wunderbar intimer, farbenreicher, weicher, tatsächlich silbriger Klang, der die leider nur sehr mäßig besuchte AllerheiligenHofkirche erfüllte. Die "Casal"-Leute moderierten und boten mit Lust, Glanz und Souveränität Musik aus der Zeit zwischen 1750 und 1800, als die Mode "Streichquartett" in ganz Europa ihre erste Blütezeit erlebte. Es begann mit Musik von Franz Xaver Richter (1709-1789), dessen Ruhm vor allem auf seiner Tätigkeit bei der Mannheimer Hofkapelle beruht. Sieben Quartette hat er geschrieben, hier erklang das in C-Dur op. 5, 1, lebendig, frisch und durchaus an Eigenständigkeit der Stimmen interessiert.

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Programm

Das goldene Zeitalter des Streichquartetts - zwischen 1750 und 1800
Franz Xaver Richter
 Quartett C-Dur op. 5/1
Luigi Boccherini Quartett c-Moll op. 2/1
Antonio Rosetti Quartett A-Dur op. 6
Wolfgang Amadeus Mozart Adagio und Fuge KV 546
Joseph Haydn Quartett G-Dur op. 76/1("Erdödy")