Brünner Philharmoniker

Orchester

Die Tradition der Brünner Philharmoniker stammt in der Wirkung von Leoš Janáček in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Das heutige Orchester, das als die Staatsphilharmonie Brünn im Jahre 1956 aus dem Zusammenschluss von zwei Brünner Sinfoniekörpern hervorging, wird schon seit langem als eines der besten Orchester des Landes geschätzt. Gleich im Jahre 1956 fuhr die Philharmonie nach Ausland und seitdem gastierte sie regelmässig (schon mehr als achthundertmal) in den wichtigen Kulturzentren der Welt inclusive USA, Südamerika und fernöstliche Länder.

Heutzutage besteht das Ensemble aus 110 Musikern und ist neben den Orchestern Prags und Wiens eines der größten mitteleuropäischen Orchester – was Umfang und Niveau ihres Wirkens anbelangt. Es gibt in Brünn rund 40 Konzerte im Jahr. In seiner Heimat tritt das Ensemble vor allem an den internationalen Festivals auf; im Ausland spielte es in der letzten Zeit am Gasteig in München, im Musikverein in Wien, in der Cheltenham’s Town Hall, im Auditorium in Milan, in der Liederhalle in Stuttgart und in manchen großen Sälen in Japan: nach dem Erfolg seiner großen Tournee im Jahre 2007 kehrte es in dieses Land im Herbst 2009 zurück. Im Jahre 2010 absolvierten die Philharmoniker zehn (!) Tourneen und kleinere Auslandsreisen in verschiedene europäische Länder, meistens mit ihrem neuen Chefdirigenten Aleksandar Marković, der seinen Posten von seinem Vorgänger Petr Altrichter im August 2009 übernahm.

Erfolgreiche Arbeit mit exzellenten Gastdirigenten zeichnet sich durch folgende Namen aus: Charles Munch, Karel Ančerl, Václav Neumann, Jiří Bělohlávek, Aldo Ceccato, Sir Charles Mackerras (seit 2007 Ehrendirigent der Philharmonie), Kurt Masur, Yehudi Menuhin, sowie mit hervorragenden Solisten wie Swjatoslaw Richter, Yefim Bronfman, Gidon Kremer, Rudolf Buchbinder, Olga Kern, Fazil Say, Sofia Jaffé, Johannes Moser, Marta Sudraba, Natalia Gutman, Benjamin Kim oder Kirill Gerstein.

Die Discographie des Orchesters ist nach vierundfünfzig Jahren der Arbeit in den Aufnahmestudios schon imponierend umfangreich; sie spiegelt die Orientierung des Repertoirs auf das Musikschaffen des zwangzigsten Jahrhunderts und auf die tschechische Musik.